Helene und die namenlosen Mädchen

27.06.2021

Diese Erzählung beginnt mit einer kleinen Vorgeschichte!

Ich werde in dieser Geistergeschichte Orte, Namen verändern, da es ein unglaubliches Verbrechen in der Vergangenheit darstellt. Je länger die Sprechstunde andauerte desto mehr war ich eigentlich davon überzeugt, dies gar nicht erzählen zu können. Jedoch mag auch diese Geschichte niedergeschrieben werden und ich darf mich nicht davor drücken.

Ähnlichkeiten mit Personen, Gebäuden ect. sind zufällig und dies ist eine Gistergeschichte von vielen, die im Wyrd durch die Zeiten raunen.

Es beginnt mit der Ankunft einer Fallbacherin, der Helene 55 Jahre alt, braune Haare und sehr mager von der Statur, in der Wolfshütte. Diese Lebensgeschichte spielte sich rund um das Jahr 1758 ab. Sie war verheiratet mit einem Bauern und sie hatten eine gemeinsame Tochter.

Sie wirkte sehr traurig und ich fragte sie, ob sie glücklich verheiratet war. Sie antwortet erst mit einem JA. Dies konnte ich nicht ganz glauben, da ihre linke Wange Verletzungen zeigte. Nach längerem Nachfragen, erzählte sie endlich, dass ihr Mann ein Alkoholiker war und sehr gewaltätig, jähzornig und eifersüchtig war. Er habe sie ermordet und in einem geheimen Schacht begraben. Erzählt habe er allen, dass sie ihn verlassen hätte.

Eine kleine Träne lief über ihre Wange, als sie begann von ihrer kleinen Tochter zu erzählen. Ihr Mann heiratete wieder und seine Tat blieb für immer unentdeckt.

Ihre kleine Tochter hat die erste Zeit, mit dem gewaltätigen Vater überlebt und wurde dann in ein "Kinderheim" überstellt, sie war im Wege und die Heimleitung zahlte ganz gut für junge Mädchen. Nun war sie 11 Jahre alt!

Das Mädchen hatte auch diese schwere Zeit überlebt und wurde dann als Arbeitskraft an einem Bauern in K. vermittelt. Auch diesmal wurde das Kinderheim reichlich entlohnt und auch die Heimleitung.

Der Bauer begehrte das Mädchen und hat sie übel missbraucht, er war regelrecht vernarrt in sie, was die Ehefrau des Bauern halb wahnsinnig werden lies. Sie wurde ihr Leben lang geschlagen, missbraucht und ausgebeutet, bis sie mit nur 19 Jahren verstarb. Die Heimleitung wusste von den Misshandlungen und kassierte weiter das Blutgeld. Sie wurde in der Extase des Bauern ermordet, so wie schon ihre Mutter auch.

Die Ehefrau des Bauern war erleichtert, dieses hübsche Mädchen endlich los zu sein. Begraben wurde sie namenlos in einer alten Pestgrube. Weißt du früher waren solche namenlosen Mädchen einfach Freiwild und jeder konnte mit ihnen machen was sie wollten, niemand vermisste sie und es gab auch keine Aufzeichnungen über ihr jämmerliches Leben.

Was dann noch zum Vorschein kam, ist ein massives Verbrechen an vielen jungen und unschuldigen Frauen. So grauenvoll und unmenschlich, wie es kaum vorstellbar ist. Nie hätte ich gedacht, dass diese Sprechstunde dorthin führt.

Das namenlose Mädchen zeigte Bilder, das Bild eines Schlosses und nannte hier ihren Todesort. Im Stall, im Dreck.....! Dann begann sie zu erzählen, von dem Bauern, der viele junge Mädchen an einen Schlossherrn "vermittelte" und der heimlich ein Alchemist war. Er machte Versuche an jungen namenlosen und heimatlosen Mädchen, oft starben sie schon mit 11 Jahren. Sie waren Freiwild und der Bauer hatte die Aufgabe sie nach den Versuchen, Misshandlungen, Folterungen, Experimenten zu beseitigen.

Dazu bekam ich wieder Bilder, kleine Grabsteine im Wald hinter dem Schloss (Pestgruben). Genau 41 Tote, namenlose Mädchen und es war perfekt, denn sie waren niemanden abgegangen, laut Dokumenten existierten diese Mädchen nie.

Es gab einige Menschen die darüber Bescheid wussten, doch Macht und Geldgier stand über alles.

Hier standen sie nun, die namenlosen Mädchen und es war zum Erbarmen. Ich fragte mich was ich nun tun könne und bekam sofort eine Antwort.

Ich musste ihnen ihre Namen wieder geben.

Jedesmal wenn ich einen Namen nannte verschwand das Mädchen und löste sich aus diesen Erinnerungen. Beginnen wir nun mit dem Namen von Helenes Tochter, der Elisabeth. Helene schloss ihre Tochter in ihre Arme und beide verschwanden in Liebe.

Ich machte weiter mit Sophie, Hildegard, Gloria, Marie, Katharina, Melanie, Anna, Elisabeth, Maria, Otilia, Froni, Loisi, Martha, Hilde, Marie, Helene, Clementine, Margit, Melanie, Lenchen, Hermine, Hildegard, Gisela, Angelika, Yvette, Gabriele, Karin, Zenzi, Xandi, Xenia, Irina, Helene, Helga, Adele, Waltraud, Sophal, Walpurga, Magred, Gretchen, Adelheid;

Nach dieser Geisterstunde, die 2 Stunden lang dauert fühlte ich mich sehr aufgewühlt. Ich räucherte noch eine Weile, am Aussenaltar und webte Frieden für die kleinen Seelen übers Land.

Die HabichtHex